FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Rheinmetall XETR:RHM haben ihre Erholung zum Beginn des Juli dynamisch fortgesetzt. Dabei gewannen die Papiere des Dax-Konzerns 5 Prozent und kehrten mit 1.042 Euro über die runde Marke zurück. Trotz einiger stabilerer Tage zum Ende des Vormonats blieb der Juni mit minus 23,5 Prozent jedoch klar negativ.
Erst in der Vorwoche hatte die Anleger geschockt, dass das deutsche Verteidigungsministerium das milliardenschwere Rüstungsprojekt für sechs Fregatten des Typs F126 beendet hat. Zur Rettung des Projekts hatte sich Rheinmetall ins Spiel gebracht. Experten sahen folglich einen Rückschlag für die Rheinmetall-Ambitionen im Marine-Geschäft. Aber "keinen Schiffbruch" für den Konzern, wie Holger Schmidt von der DZ Bank betont hatte.
Insgesamt währt die Kurskorrektur von Rheinmetall aber schon länger, das Rekordhoch von 2.008 Euro stammt aus dem Herbst 2025. Nach einem Erholungsversuch Mitte Januar dieses Jahres sind die Papiere im steten Abwärtstrend. Genährt wird dieser von Sorgen um das Tempo beim Umschlag der hohen Auftragsbestände sowie das Produktangebot bei veränderten Kriegsschwerpunkten./ag/bek