Die australische Wettbewerbsbehörde teilte am Freitag mit, dass die geplante Fusion der Energieunternehmen Subsea7 OSL:SUBC und Saipem MIL:SPM einer zweiten Prüfungsphase unterzogen werde, da Bedenken bestünden, dass dadurch der Wettbewerb bei wichtigen Offshore-Öl- und Gasdienstleistungen eingeschränkt werden könnte.
Hier einige Details:
Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzkommission (ACCC) () erklärte, der Zusammenschluss könne den Wettbewerb bei der Bereitstellung bestimmter Unterwasserinfrastrukturen beeinträchtigen, die zur Verbindung von Unterwasserbohrlöchern und Fördersystemen mit Anlagen an der Oberfläche dienen.
Die Regulierungsbehörde bezeichnete diese Dienstleistungen als entscheidend für den australischen Offshore-Öl- und Gassektor.
Die Entscheidung fiel etwas mehr als eine Woche, nachdem die brasilianische Kartellbehörde die Fusion ohne Auflagen genehmigt hatte.
„Wir werden im Rahmen der Phase-2-Prüfung weitere eingehende Untersuchungen durchführen und zusätzliche Informationen über die voraussichtlichen Auswirkungen dieses geplanten Zusammenschlusses auf den Wettbewerb einholen“, sagte ACCC-Kommissar Philip Williams.
Saipem lehnte eine Stellungnahme ab, als es von Reuters kontaktiert wurde, während Subsea7 nicht sofort reagierte.
Der Zusammenschluss der beiden Anbieter von Offshore-Engineering- und Installationsdienstleistungen stieß bereits auf Widerstand seitens großer, in Brasilien tätiger Ölkonzerne, darunter Exxon Mobil BX:XONA, Petrobras BMFBOVESPA:PETR3 und TotalEnergies EURONEXT:TTE.
Sie befürchten, dass das fusionierte Unternehmen zu viel Marktmacht erlangen und zusätzliche Kosten verursachen, Projekte verzögern sowie einige Kunden zu exklusiven Langzeitverträgen drängen könnte.