Die Analystin Ma Tieying von DBS Group Research erwartet für Südkorea auch im Juni eine anhaltend starke Exportentwicklung. Die Ausfuhren dürften im Jahresvergleich um 50 bis 60 Prozent zulegen, während sich der Handelsüberschuss auf mehr als 30 Milliarden US-Dollar ausweiten dürfte. Die robuste Nachfrage nach KI-bezogenen Halbleitern und höhere Speicherchippreise sollten die gestiegenen Energieimportkosten ausgleichen. Zugleich dürfte die Gesamt- und Kerninflation weiter anziehen. Die Bank of Korea dürfte nach Einschätzung der Analystin bis zum vierten Quartal zwei Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte vornehmen.
Starke Exporte und steigende Inflation
„Die Handels- und Inflationsdaten für Juni werden im Vorfeld besonders im Fokus stehen.“
„Auf Basis der vorläufigen Daten für die ersten 20 Tage im Juni, die einen Anstieg der Exporte um 60,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zeigten, dürften die Ausfuhren den vierten Monat in Folge mit einer Wachstumsrate von 50 bis 60 Prozent zulegen.“
„Der Handelsüberschuss dürfte sich auf mehr als 30 Milliarden US-Dollar ausweiten, nach 27 Milliarden US-Dollar im Vormonat.“
„Die durch Künstliche Intelligenz getriebene Nachfrage und steigende Preise für Speicherchips stützen weiterhin Südkoreas Halbleiterexporte und tragen dazu bei, die höheren Kosten für Energieimporte auszugleichen.“
„Auf der Inflationsseite dürfte sich der Anstieg der Verbraucherpreise weiter beschleunigen. Die Gesamtinflation wird voraussichtlich auf 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen, nach 3,1 Prozent im Vormonat, und damit den zweiten Monat in Folge über der Marke von 3 Prozent liegen.“