FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem nervösen Vortageshandel hat sich der Euro LS:965275 am Mittwoch zunächst mit Mühe über 1,14 US-Dollar gehalten. Am Vormittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1403 Dollar gehandelt und damit etwas niedriger als am Dienstagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt auf 1,1394 Dollar festgesetzt.
Am Mittwoch dürften zunächst Preisdaten für die Eurozone für Aufmerksamkeit sorgen, obwohl die nationalen Werte in den großen Euroländern bereits in den letzten Tagen veröffentlicht wurden, schrieben die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Entwicklungen seien unterschiedlich gewesen, wenngleich der Inflationsdruck allerorten wegen der niedrigeren Energiepreise gedämpft worden sei. Allerdings dürfte die Jahresrate für den Euroraum weiterhin deutlich oberhalb des EZB-Zielwertes von zwei Prozent liegen. Insofern werden sich die Notenbanker der Helaba zufolge nicht entspannt zurücklehnen können, sondern müssen die Entwicklungen genauestens beobachten.
Im weiteren Verlauf stehen Konjunkturdaten aus den USA im Fokus. Während der Bericht des Arbeitsmarktdienstleisters ADP erste Hinweise auf den monatlichen offiziellen Jobbericht am Donnerstag liefern könnte, dürfte der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes erneut ein positives Stimmungsbild der US-Wirtschaft zeichnen. Der Indikator wird laut den Helaba-Experten wohl weiterhin klar im Expansionsbereich notieren, sodass aktuell keine Zweifel an der konjunkturellen Dynamik aufkommen sollten. Im Hinblick auf die US-Notenbank würden die Erwartungen einer strafferen Geldpolitik damit wohl nicht geschmälert./la/jha/