^Die Daten untermauern das Potenzial von AGAMREE® als Therapie für ein breites
Spektrum chronisch-entzündlicher seltener Erkrankungen
Pratteln, Schweiz, 1. Juli 2026 - Santhera Pharmaceuticals SIX:SANN gibt
heute die Topline-Ergebnisse (https://ir.catalystpharma.com/news/news-
details/2026/Vamorolone-Demonstrates-On-Target-Glucocorticoid-Activity-Without-
the-Immunosuppression-Characteristic-of-Traditional-Corticosteroids-at-Clinical-
Doses/default.aspx) einer zweiteiligen klinischen Phase-1-Studie zu AGAMREE®
bekannt, die von seinem nordamerikanischen Lizenzpartner Catalyst
Pharmaceuticals, Inc. ("Catalyst") durchgeführt wurde. Die Studie legt nahe,
dass AGAMREE® eine glukokortikoide und entzündungshemmende Wirkung entfaltet,
ohne dabei nennenswerte immunsuppressive Effekte zu verursachen, was den
potenziellen Einsatz als Therapie bei einem breiten Spektrum chronisch-
entzündlicher seltener Erkrankungen untermauert.
Die an gesunden erwachsenen Probanden durchgeführte Studie untersuchte die
Äquipotenz von Deflazacort und AGAMREE® und bewertete das klinische
immunsuppressive Potenzial von AGAMREE® bei steigenden Dosierungen. In Teil A
zeigten sowohl AGAMREE® als auch Deflazacort die erwartete zielgerichtete
Glukokortikoidrezeptoraktivität und eine vergleichbare Cortisolunterdrückung bei
klinischen Dosierungen, wobei AGAMREE® weniger ausgeprägte immunsuppressive
Biomarker-Effekte aufwies, was mit der derzeit in der Zulassung angegebenen
Dosierung von AGAMREE® zur Behandlung der Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)
übereinstimmt. Teil B zeigte, dass klinisch relevante immunsuppressive Effekte
nur bei der höchsten Dosisstufe beobachtet wurden, die über der derzeit
zugelassenen AGAMREE-Dosierung lag. Bei niedrigeren Dosisstufen wurden keine
relevanten immunsuppressiven Effekte beobachtet.
Im Rahmen einer im Jahr 2023 geschlossenen exklusiven Lizenzvereinbarung hält
Catalyst die Vermarktungsrechte an AGAMREE® in Nordamerika für DMD und alle
potenziellen zukünftigen Indikationen, während Santhera ein Vorverhandlungsrecht
für alle Rechte außerhalb Nordamerikas in Bezug auf neue Indikationen behält.
Gemäß den Bedingungen der Lizenzvereinbarung hat Santhera Anspruch auf
umsatzabhängige Meilensteinzahlungen sowie auf Lizenzgebühren auf den
Nettoumsatz aller vermarkteten Indikationen.
Über AGAMREE® (Vamorolon)
AGAMREE® ist ein dissoziatives Kortikosteroid, das für die Behandlung der
Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) zugelassen ist. Es bindet selektiv an den
Glukokortikoidrezeptor und löst durch Hemmung der NF-?B-vermittelten
Gentranskription eine entzündungshemmende Wirkung aus, während es gleichzeitig
eine verminderte Transaktivierung anderer Gene bewirkt(1). AGAMREE® ist kein
Substrat für 11-?-Hydroxysteroid-Dehydrogenase (11?-HSD)-Enzyme, die an der
lokalen Verstärkung der Glukokortikoidaktivität im Gewebe beteiligt sind und mit
der Kortikosteroid-assoziierten Toxizität in Verbindung gebracht werden(2,3).
Dieses pharmakologische Profil bildet die Grundlage für seine Einstufung als
dissoziatives Kortikosteroid, das darauf ausgelegt ist, die entzündungshemmende
Wirksamkeit zu erhalten und gleichzeitig die systemischen Effekte zu reduzieren,
die mit einer langfristigen konventionellen Kortikosteroidtherapie verbunden
sind(1-3).
In der zulassungsrelevanten Phase-2b-Studie VISION-DMD erreichte AGAMREE® seinen
primären Endpunkt und zeigte nach 24 Wochen eine statistisch signifikante
Verbesserung der Geschwindigkeit beim Aufstehen (Time to Stand, TTSTAND) im
Vergleich zu Placebo (p = 0,002)(4). Die am häufigsten berichteten
Nebenwirkungen waren Cushing-ähnliche Symptome, Erbrechen, Gewichtszunahme,
gesteigerter Appetit und Reizbarkeit; die meisten waren leicht bis
mittelschwer(1).
Langzeitdaten aus bis zu acht Jahren AGAMREE-Behandlung wurden auf der
klinischen und wissenschaftlichen Konferenz der Muscular Dystrophy Association
(MDA) im März 2026 vorgestellt(5,6). In Propensity-Score-gepaarten Analysen
zeigte AGAMREE® eine dauerhafte Wirksamkeit, die mit der von Standard-
Kortikosteroiden vergleichbar war, sowie ein differenziertes Sicherheitsprofil:
eine geringere Inzidenz von Wirbelkörperfrakturen im Vergleich zu mit
Deflazacort behandelten Kohorten (8,1 % vs. 41,9 %; p = 0,0082)(5); eine
aufrechterhaltene normale Wachstumsentwicklung mit einem mittleren Größenvorteil
von 12,17 cm bei einer Körpergrösse von im Vergleich zu herkömmlichen
Kortikosteroiden (p °