Die Intel-Aktie (INTC) stieg am Dienstag im Handel um 7 %, als Anleger auf erneuten Optimismus hinsichtlich der Ausgaben für KI-Infrastruktur und anhaltende Stärke in der Halbleiterbranche reagierten.

Auch andere Chip-Aktien legten am Dienstag zu, da die Branche das zweite Quartal mit einer historischen Rallye abschloss.

Ein Bericht der New York Times in der vergangenen Woche hob die wachsende Dynamik des Chipherstellers hervor und stellte die bevorstehende 14A-Prozessnode als den entscheidenden Test für die laufende Fertigungswende unter CEO Lip-Bu Tan dar.

Die Berichterstattung lenkte die Anlegeraufmerksamkeit erneut auf Intels Foundry-Ambitionen zu einem Zeitpunkt, an dem Halbleiteraktien sehr empfindlich auf Anzeichen von Umsetzungserfolgen reagieren.

Der Anstieg wurde zusätzlich von positiver Stimmung gegenüber Chip-Aktien gestützt, nachdem Wells Fargo sein Kursziel für den Konkurrenten Advanced Micro Devices (AMD) angehoben hatte, was den Optimismus hinsichtlich langfristiger, KI-getriebener Nachfrage verstärkte und von Investoren auch als potenziell vorteilhaft für Intel gesehen wurde.

Medienberichterstattung rückt Intels Turnaround wieder in den Fokus

Der New York Times-Bericht betonte Intels Bemühungen, das Fertigungsgeschäft wieder aufzubauen, und legte besonderen Fokus auf die bevorstehende 14A-Prozessnode.

Dem Bericht zufolge stellt die Technologie einen kritischen Meilenstein in Intels Turnaround-Strategie unter CEO Lip-Bu Tan dar.

Der Bericht richtete die Aufmerksamkeit erneut auf Intels Foundry-Ambitionen, wobei Anleger eine erfolgreiche Umsetzung als wichtigen Faktor dafür sehen, ob das Unternehmen seine Wettbewerbsposition in der Halbleiterfertigung weiter wiederaufbauen kann.

Wells-Fargo-Analyse beflügelt breiteren Chip-Sektor

Intel profitierte außerdem von einer breiteren Rallye bei Halbleiteraktien, nachdem Wells-Fargo-Analyst Aaron Rakers sein Kursziel für AMD auf $615 pro Aktie angehoben hatte.

Obwohl die Studie Intel nicht explizit behandelte, schienen Anleger die positive Perspektive auf die gesamte Halbleiterbranche auszudehnen.

Intel-Aktien schnitten während der Sitzung besser ab als AMD, obwohl sie nicht im Fokus des Analystenberichts standen.

Rakers sieht Potenzial, wenn sich KI-Workloads weiterentwickeln, und merkt an: "Most of the AI money remains in GPUs," aber es wird erwartet, dass CPUs in den nächsten Jahren stark wachsen werden.

Sollten sich die Ansichten des Analysten zu AMD bewahrheiten, könnte das auch für Intel positiv sein.

Zudem wirkte sich die in der vorherigen Sitzung angekündigte Erhöhung des Kursziels von Cantor Fitzgerald auf $150 (zuvor $90), bei Beibehaltung eines Neutral-Ratings, weiterhin auf den Handel aus.

Analyst C.J. Muse argumentierte, dass "the AI infrastructure buildout represents a generational semiconductor cycle", während die Bank of America Intel kürzlich auf Buy hochstufte und ein Kursziel von $160 nannte, wobei sie auf die wachsenden Server-CPU- und externen Foundry-Möglichkeiten des Unternehmens verwies.

Halbleiterrally stützt Intel-Aktie

Auch der breitere Markt lieferte Unterstützung für Intels Gewinne. Der Nasdaq Composite legte während der Dienstags-Session um 1,37 % zu, während der S&P 500 um 0,73 % zulegte.

Der VanEck Semiconductor ETF (SMH) hat in der ersten Hälfte des Jahres 2026 um 75,5 % zugelegt, darunter einen Anstieg von 65 % im zweiten Quartal, da Anleger weiter darauf setzen, dass die Ausgaben für KI-Infrastruktur robust bleiben.

Die Performance markiert sowohl die stärkste Halbjahresrendite des ETF als auch den besten Quartalsgewinn seit seiner Auflage im Mai 2000.