Zymeworks NASDAQ:ZYME gab am Montag bekannt, dass es Theravance Biopharma NASDAQ:TBPH für 929 Millionen US-Dollar in bar übernehmen wird. Damit steigt der auf Onkologie spezialisierte Arzneimittelhersteller in das hart umkämpfte Segment der Atemwegserkrankungen ein.

Durch die Übernahme erhält Zymeworks Zugang zu Theravances von der FDA zugelassenem Medikament Yupelri, einer einmal täglich anzuwendenden Inhalationsbehandlung für chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), und tritt damit in Konkurrenz zu den großen Pharmaherstellern, die diesen Bereich dominieren, darunter GSK LSE:GSK, AstraZeneca LSE:AZN und Boehringer Ingelheim.

COPD ist eine fortschreitende Lungenerkrankung, die den Luftstrom behindert und das Atmen erschwert.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Zymeworks alle ausstehenden Theravance-Aktien für jeweils 17 US-Dollar erwerben, was einem Abschlag von etwa 3,6 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie am Freitag entspricht.

Zymeworks teilte mit, dass Theravance einen Anteil von 35 Prozent am Nettogewinn von Yupelri in den USA hält, das dort im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Viatris NASDAQ:VTRS vermarktet wird.

Im Jahr 2025 belief sich der Nettoumsatz von Yupelri in den USA auf 266,6 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 12 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Im ersten Quartal 2026 stieg der Nettoumsatz in den USA um 7 Prozent auf 62,4 Millionen US-Dollar.

Die Übernahme dürfte nach Abschluss der Transaktion, der für die zweite Hälfte des Jahres 2026 erwartet wird, kurzfristig für Cashflow sorgen, teilte Zymeworks mit.

Theravance hatte Anfang des Jahres erklärt, dass es strategische Alternativen, einschließlich eines möglichen Verkaufs, prüfe, nachdem sein experimentelles Medikament Ampreloxetin zur Behandlung einer seltenen Erkrankung eine Spätphasenstudie nicht bestanden hatte, was eine Umstrukturierung zur Folge hatte, von der etwa die Hälfte der Belegschaft betroffen sein könnte.

Zymeworks erklärte, man werde die Verwertung der erworbenen Vermögenswerte, darunter auch Ampreloxetin, in Betracht ziehen, wobei die Erlöse aus einem möglichen Ampreloxetin-Deal zu 20 Prozent an Zymeworks und zu 80 Prozent an die Theravance-Aktionäre gehen sollen.