Die britische Private-Equity-Gruppe Bridgepoint LSE:BPT hat sich bereit erklärt, das Immobiliengeschäft des US-Unternehmens Kayne Anderson im Rahmen einer Transaktion im Bewertung von rund 1,4 Milliarden US-Dollar zu übernehmen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte, woraufhin seine Aktien um mehr als 10 Prozent zulegten.

Bridgepoint erklärte, die Übernahme diene der Diversifizierung der Einnahmequellen und der Beschleunigung der internationalen Expansion. Durch die Übernahme würden Immobilienvermögen in Höhe von 22 Milliarden US-Dollar hinzukommen, wodurch eine kombinierte Gruppe mit einem Vermögen von 117 Milliarden US-Dollar in den Bereichen Private Equity, Kreditwesen, Infrastruktur und Immobilien entstünde.

In der gesamten Immobilienbranche gab es in letzter Zeit eine Flut von Transaktionen, da kleinere Immobilieninvestoren sich vergrößern, um besser mit größeren Konkurrenten mithalten zu können und höhere Finanzierungskosten zu bewältigen.

Die Bridgepoint-Aktie legte im frühen Handel um bis zu 12 Prozent zu. Zuletzt notierte sie um 08:10 Uhr GMT mit einem Plus von 9,3 Prozent.

Die Transaktion – deren Bewertung einschließlich Schulden bei etwa 1,39 Milliarden US-Dollar liegt – umfasst 759 Millionen US-Dollar in bar und rund 189 Millionen neu ausgegebene Aktien.

Bridgepoint erwartet, dass die Transaktion den Gewinn pro Aktie im Jahr 2027 um einen mittleren einstelligen Prozentsatz und im Jahr 2028 um mehr als 20 Prozent steigern wird, während gleichzeitig die Präsenz des Unternehmens in den USA ausgebaut wird.

„Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in unserer Strategie, unsere Position als führende globale Plattform für den Mittelstand im Bereich der privaten Märkte zu stärken“, sagte Raoul Hughes, Vorstandsvorsitzender von Bridgepoint.

Analysten von Jefferies erklärten in einer Mitteilung, die Transaktion ermögliche es Bridgepoint, alle wichtigen Bereiche der privaten Märkte abzudecken, und das Unternehmen habe sich nach dem Schub durch die Übernahme von Energy Capital Partners im Jahr 2024 „das Recht verdient“, weitere Transaktionen durchzuführen.

Kayne Anderson Real Estate investiert in den Vereinigten Staaten in Sektoren wie Arztpraxen, Seniorenwohnungen, Studentenwohnungen, Mehrfamilienhäuser und Leichtindustrieanlagen.

Die „Financial Times“ hatte am Samstag als Erste berichtet, dass die beiden Unternehmen in Verhandlungen stünden.