Das spanische Gesundheitsministerium hat im Juni 1029 Hitzetote registriert - so viele wie seit elf Jahren nicht mehr. Temperaturen von über 40 Grad über fünf Tage hätten den Monat zum zweitheißesten Juni in Spanien seit Beginn der Aufzeichnungen gemacht, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Die erste Hitzewelle sei im Norden des Landes außergewöhnlich gewesen – "nicht nur aufgrund ihrer Intensität, sondern auch wegen ihrer Dauer und Beständigkeit". Die Durchschnittstemperaturen lagen nach Angaben der Wetterbehörde im Juni 3,2 Grad über dem Normalwert.

Die Wetterbehörde sieht darin ein Anzeichen für eine zunehmende Häufigkeit von Hitzewellen zu Beginn des Sommers. Seit 1975 gab es im Juni zwölf Hitzewellen, die Hälfte davon allein im vergangenen Jahrzehnt. Zudem waren die 13 heißesten Juni-Monate seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1961 allesamt ab den 2000er Jahren.