Die EU-Technologiekommissarin Henna Virkkunen führte diese Woche „konstruktive“ Gespräche mit Apple- NASDAQ:AAPL -CEO Tim Cook, teilte ein Sprecher der Europäischen Kommission am Mittwoch mit, nachdem es zwischen beiden Seiten zu Auseinandersetzungen über die Einführung der Siri-KI in Europa gekommen war.
EU-Regulierungsbehörden und Apple hatten sich im vergangenen Monat in e Scharmützel über Wettbewerbsregeln gestritten, die es dem US-Unternehmen nach eigenen Angaben daran gehindert haben, seinen verbesserten Assistenten Siri AI in der EU auf den Markt zu bringen, sodass er für iPhone- und iPad-Nutzer in der Region nicht verfügbar ist.
„Wir können bestätigen, dass das Gespräch zwischen EVP Virkkunen und Herrn Tim Cook stattgefunden hat. Es war ein konstruktiver Austausch über Themen von gemeinsamem Interesse, an denen weiter gearbeitet wird“, erklärte der Sprecher der Europäischen Union in einer Stellungnahme.
Die strengeren europäischen Vorschriften für die Tech-Branche sind zu einem Streitpunkt zwischen den EU-Hauptstädten und Washington geworden, wo US-Präsident Donald Trump die strengeren Regeln und hohen Geldstrafen als schädlich für die Interessen der US-amerikanischen „Big Tech“-Unternehmen kritisiert hat.
Der iPhone-Hersteller hat erklärt, dass seine KI „Siri“ in der EU zunächst weder auf iPhones noch auf iPads verfügbar sein werde, und warf der Kommission vor, sich nicht konstruktiv daran beteiligen zu wollen, Datenschutz und Sicherheit auf Apples Geräten zu gewährleisten.
Die Kommission hat Apple die Schuld gegeben und erklärt, das Unternehmen sei nicht in der Lage gewesen, eine „Interoperabilität“ zu entwickeln, die den EU-Standards entspricht. Auf Europa entfielen im letzten Geschäftsjahr fast 27 Prozent des Gesamtumsatzes von Apple. Das Unternehmen gibt keine gesonderten Umsatzzahlen für die EU bekannt.
Apple erklärte, dass das europäische Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA) das Unternehmen gezwungen habe, die Einführung mehrerer Funktionen in der EU zu verschieben, darunter die iPhone-Spiegelung auf den Mac, die Live-Übersetzung mit AirPods sowie standortbezogene Funktionen in „Maps“.
Der DMA zielt darauf ab, die „Big Tech“-Unternehmen zu zügeln, Konkurrenten mehr Spielraum im Wettbewerb zu geben und den Verbrauchern mehr Auswahl zu bieten. Verstöße gegen den DMA können zu Geldbußen in Höhe von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens führen.