- von Padraic Halpin
Irland gab am Mittwoch bekannt, dass es im ersten Halbjahr 2026 Zusagen von ausländischen multinationalen Konzernen zur Schaffung von 10.400 Arbeitsplätzen erhalten habe – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum –, wobei nordamerikanische Unternehmen trotz des US-Handelsprotektionismus weiterhin einen großen Anteil ausmachen.
Irland ist in hohem Maße auf die Steuereinnahmen und Arbeitsplätze ausländischer multinationaler Konzerne wie Apple NASDAQ:AAPL und Microsoft NASDAQ:MSFT angewiesen. Ausländische Unternehmen haben ihre Belegschaft in Irland in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt, sodass sie mittlerweile 11 Prozent des gesamten Arbeitsmarktes ausmachen.
Das seit Jahrzehnten bestehende Modell, Arbeitsplätze vor allem von US-Unternehmen in Branchen wie Technologie und Pharmazie anzuziehen, musste die schwankende Zollpolitik von Präsident Donald Trump und dessen Versprechen, mehr Produktion in die USA zurückzuholen, überstehen.
Die irische Agentur für Auslandsinvestitionen, IDA Ireland, erklärte, der Anteil nordamerikanischer Unternehmen an den 190 im ersten Halbjahr angekündigten Neuinvestitionen liege mit 60 Prozent bis 65 Prozent im Rahmen der historischen Trends. Dies sei auf die hohe Zahl bereits in Irland ansässiger US-Firmen und das Ausmaß der Innovationen in Nordamerika zurückzuführen, so die IDA.
Die IDA gab an, dass sich die Investitionstätigkeit stark auf Technologieprojekte der nächsten Generation wie KI konzentriere.
Der CEO der Agentur, Michael Lohan, sagte, die Forschungs- und Entwicklungsausgaben in diesem Sektor beliefen sich im ersten Halbjahr auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro, verglichen mit 2,5 Milliarden Euro für das gesamte Jahr 2025, nachdem die Regierung im vergangenen Oktober verbesserte steuerliche Anreize eingeführt hatte.
Die Zahlen der Agentur berücksichtigen ausschließlich neue Arbeitsplätze und lassen Entlassungen unberücksichtigt, die die Neueinstellungen in den Jahren 2023 und 2024, als sich das Wachstum in der Branche verlangsamte, weitgehend ausglichen. Das Nettobeschäftigungswachstum setzte sich im vergangenen Jahr fort und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent.
Zwar haben einige große Technologieunternehmen wie Meta NASDAQ:META in diesem Jahr Stellenabbau in ihren irischen Niederlassungen angekündigt, doch Lohan sagte, er sehe nichts „Außergewöhnliches“ hinsichtlich der Zahl der Nettoarbeitsplätze, die in diesem Jahr in der Branche hinzukommen könnten.