Die australische Wertpapieraufsichtsbehörde teilte am Dienstag mit, dass ein Gericht in New South Wales festgestellt habe, dass die ehemals börsennotierte Fluggesellschaft Regional Express Holdings (Rex) ihre Offenlegungspflichten im Zusammenhang mit einer Gewinnprognose vom Februar 2023 verletzt habe.
Hier einige Details:
Rex hatte in seiner Mitteilung vom Februar 2023 erklärt, man sei „optimistisch, dass die Gruppe für das gesamte Geschäftsjahr 23 einen positiven Betriebsgewinn erzielen wird, sofern keine weiteren externen Schocks eintreten“.
Der Oberste Gerichtshof von New South Wales stellte fest, dass das Unternehmen keine hinreichenden Gründe hatte, davon auszugehen, dass die Rex-Gruppe ab dem 14. April 2023 diese positiven Betriebsgewinne erzielen würde, teilte die australische Wertpapier- und Investitionskommission (, ASIC,) mit.
Rex reagierte nicht sofort auf eine Anfrage von Reuters nach einer Stellungnahme.
Die insolvente Fluggesellschaft wurde im Jahr 2025, ein Jahr nach Eintritt in die freiwillige Insolvenzverwaltung, vom US-amerikanischen Luftfahrtdienstleister Air T NASDAQ:AIRT aufgekauft.
Die australische Aufsichtsbehörde fügte hinzu, dass die Entscheidung wenige Wochen nach dem Eingeständnis des ehemaligen Rex-Vorstandsvorsitzenden Lim Kim Hai erging, der Vorwürfe wegen Verstößen gegen seine Pflichten als Vorstandsmitglied und wegen seiner Beteiligung an Verstößen gegen die kontinuierliche Offenlegungspflicht des Unternehmens eingeräumt hatte.
ASIC-Vorsitzende Sarah Court erklärte: „Die fortlaufende Offenlegung ist eine zentrale Verpflichtung für börsennotierte Unternehmen und bildet die Grundlage des australischen Corporate-Governance-Rahmens. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Anleger Zugang zu korrekten und zeitnahen Informationen haben, die ihre Anlageentscheidungen beeinflussen könnten.“