- von Max A. Cherney
Das KI-Startup Oxmiq gab am Mittwoch bekannt, dass es 35 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt hat, um eine Chip-Design-Architektur und Software zu entwickeln, die die Kosten für die Erstellung und den Betrieb von KI-Anwendungen senken sollen.
Die Entwicklung eines hochmodernen KI-Chips kann Hunderte Millionen Dollar kosten und mehrere Jahre in Anspruch nehmen, um die erforderlichen Silizium-Designpläne und die notwendige Software zur Unterstützung zu erstellen. Das Ziel von Oxmiq ist es, drei unterschiedliche Komponenten eines KI-Systems zusammenzufassen und zu einem einzigen IP-Block zu kombinieren, den das Unternehmen lizenzieren kann, sagte Geschäftsführer Raja Koduri in einem Interview.
In der Regel sind KI-Systeme auf Grafikchips und Zentralprozessoren aufgeteilt. Oxmiq plane, beide zusammen mit einer dritten Komponente – einer Tensor-Engine – in einem einzigen Design zu vereinen, sagte er.
„Wir möchten der ‚Arm‘ dieser nächsten Ära sein“, sagte Koduri in Anspielung auf das britische Unternehmen, das die Designs und IP für fast jedes Smartphone weltweit liefert.
Das Unternehmen plant zudem die Entwicklung einer Rechenstruktur, die Chiplets – mehrere spezifische Chips, die zu einem kompletten System kombiniert werden – und Speicher in einem einzigen Gehäuse vereint.
Koduri, ehemaliger Chefarchitekt der Intel- NASDAQ:INTC -Sparte und ehemaliger AMD-Manager, erklärte, dass Oxmiq auch in den Markt für kundenspezifische Chips einsteigen werde, auf dem Broadcom NASDAQ:AVGO, Marvell NASDAQ:MRVL und MediaTek TWSE:2454 miteinander konkurrieren.
Oxmiq plane, die 35 Millionen US-Dollar zu nutzen, um die erste Reihe der derzeit in Arbeit befindlichen geistigen Eigentumsrechte fertigzustellen und als Produkt auf den Markt zu bringen, so Koduri. Das Unternehmen plane zudem, im Zuge der Ausweitung seines Geschäfts weitere Ingenieure einzustellen.
Das in Campbell, Kalifornien, ansässige Unternehmen hat nach eigenen Angaben insgesamt 60 Millionen US-Dollar eingeworben. An der Finanzierungsrunde in Höhe von 35 Millionen US-Dollar beteiligten sich Investoren wie das taiwanesische Unternehmen MediaTek und Pegatron Venture Capital. Den Lead bei der Runde übernahmen der Samsung Catalyst Fund und Fudomo.