OpenAI hat laut einem Bericht der „Financial Times“ vom Donnerstag darüber diskutiert, der US-Regierung eine Beteiligung von 5 Prozent zu gewähren, da KI-Unternehmen in Washington zunehmend unter die Lupe genommen werden – sowohl hinsichtlich des potenziellen Missbrauchs fortschrittlicher Modelle als auch der Frage, ob die Amerikaner an den Gewinnen der Branche teilhaben werden.

Dem Bericht zufolge hat OpenAI im Rahmen des Vorschlags angeregt, dass auch andere US-KI-Unternehmen der Regierung ähnliche Anteile übertragen sollten; es sei jedoch unklar, ob die anderen Unternehmen dem zustimmen würden.

Reuters konnte den Bericht nicht sofort überprüfen.

OpenAI und das Weiße Haus reagierten außerhalb der regulären Geschäftszeiten nicht sofort auf Anfragen von Reuters nach einer Stellungnahme.

Im vergangenen Monat erklärte Präsident Donald Trump, er prüfe derzeit Möglichkeiten, der Öffentlichkeit Anteile an führenden KI-Unternehmen zu gewähren – als Reaktion auf Bedenken, dass einzelne US-Bürger nicht an den erwarteten Gewinnen der Branche teilhaben würden.

Zuvor hatte OpenAI vorgeschlagen, einen „öffentlichen Vermögensfonds“ zu gründen, um in KI-Unternehmen zu investieren und die Erlöse an die Bürger auszuschütten, während Anthropic erklärte, man prüfe eine „digitale Dividende“, definiert als Zahlungen an US-Bürger, die durch Steuern auf den KI-Sektor finanziert werden.

Die „FT“ berichtete unter Berufung auf zwei mit den Gesprächen vertraute Personen, dass OpenAI-CEO Sam Altman und die Führungskräfte des Unternehmens vorgeschlagen hätten, dass führende US-KI-Firmen 5 Prozent ihres Eigenkapitals einem Vehikel ähnlich dem „Alaska Permanent Fund“ zuweisen sollten – einer staatlichen Gesellschaft, die mit Öleinnahmen finanziert wird, jährliche Dividenden an die Einwohner auszahlt und zur Unterstützung des Haushalts von Alaska beiträgt.

Altman habe den Verkauf der Anteile mit Trump, Handelsminister Howard Lutnick und Finanzminister Scott Bessent besprochen, so die FT. Außerdem habe er in den letzten Wochen mit dem demokratischen Senator Bernie Sanders gesprochen.

Der Bericht erscheint, nachdem OpenAI letzte Woche auf Ersuchen der US-Regierung die vollständige öffentliche Einführung von GPT-5.6 verschoben hatte. Diese Ankündigung erfolgte, nachdem die US-Regierung dem -Konkurrenten Anthropic angeordnet hatte, den Zugang zu seinen wegweisenden KI-Modellen „Fable 5“ und „Mythos 5“ für ausländische Staatsangehörige aufgrund von Risiken für die nationale Sicherheit auszusetzen.

Die USA haben am Dienstag die Beschränkungen für die KI-Modelle von Anthropic aufgehoben.

Sowohl OpenAI als auch Anthropic haben vertraulich Anträge auf einen Börsengang in den USA gestellt.