Europa ist ein aufstrebender, aber vielversprechender Markt für selbstfahrende „Robotaxis“, wobei die Technologie in den nächsten zwei Jahren in der gesamten Region deutlich an Präsenz gewinnen wird, erklärte der CEO des israelischen Unternehmens für autonomes Fahren Autobrains am Dienstag.

„Ich glaube, dass die Jahre 2026 und 2027 für Europa einen Wendepunkt in Bezug auf Robotaxis darstellen werden“, sagte Igal Raichelgauz auf der Reuters Automotive Europe-Konferenz in Frankfurt.

Autobrains mit Sitz in Tel Aviv und einer Niederlassung in München entwickelt kostengünstigere Technologie für autonomes Fahren, die auf sogenannter „agenterischer KI“ basiert. Nach Angaben des Unternehmens verringert diese Technologie die Abhängigkeit von teuren Sensoren und Rechenleistung – ein zentrales Hindernis für die Skalierung selbstfahrender Systeme.

Raichelgauz erklärte, das Unternehmen konzentriere sich eher auf Europa und Südostasien als auf die Vereinigten Staaten, wo Konkurrenten wie Waymo und Tesla NASDAQ:TSLA bereits aktiv sind.

Im Juni kündigte Autobrains eine Partnerschaft mit Uber NYSE:UBER an, um in München ein Robotaxi-Programm auf Basis der „ NASDAQ:NVDA “-Hyperion-Plattform des US-Chipherstellers Nvidia zu starten.

München soll vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung die erste Stadt sein, in der das Programm zum Einsatz kommt.

Raichelgauz erklärte, Europa biete den Vorteil der Nähe zu großen Automobilherstellern, da Autobrains auch eine Expansion auf dem Pkw-Markt anstrebe. Der Hauptsitz von BMW XETR:BMW befindet sich in München.

Er erklärte, dass die europäischen Rechtsvorschriften „die höchsten Anforderungen“ an das autonome Fahren stellten.

„Wenn wir diese Hürde dort nehmen, können wir sie überall nehmen“, sagte er.