Tesla NASDAQ:TSLA wird voraussichtlich am Donnerstag für das zweite Quartal einen Anstieg der Fahrzeugauslieferungen um 5 Prozent melden.
Der Anstieg dürfte auf die höhere Nachfrage in Europa zurückzuführen sein, wo ein starker Anstieg der Kraftstoffpreise die Verbraucher dazu veranlasst hat, sich für batteriebetriebene Autos zu entscheiden.
Während die Nachfrage in China voraussichtlich stabil bleiben wird, stehen die US-Verkäufe weiterhin unter Druck, da die in der Biden-Ära eingeführte Steuergutschrift für Elektrofahrzeuge in Höhe von 7.500 US-Dollar im September ausläuft.
Laut einer von Visible Alpha durchgeführten Umfrage unter 20 Analysten rechnet die Wall Street damit, dass die Auslieferungen von Elektrofahrzeugen durch Tesla im Juni-Quartal auf 402.780 Fahrzeuge steigen werden. Das entspricht einem Anstieg von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und einem Sprung von 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.
Die Deutsche Bank rechnet damit, dass das größte regionale Wachstum mit fast 40 Prozent aus Europa kommen wird, gefolgt von China mit 3 Prozent und einem Rückgang von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr in Nordamerika.
Tesla gibt keine detaillierten Angaben zu den regionalen Auslieferungen.
Steigende Kraftstoffpreise, die durch den Iran-Krieg angeheizt werden, beflügeln die Nachfrage nach neuen und gebrauchten Elektrofahrzeugen in ganz Europa
Die Erholung in Europa folgt auf ein Jahr mit einbrechenden Verkaufszahlen in der Region im Jahr 2025, das von einer Gegenreaktion auf die rechtsextreme politische Rhetorik von CEO Elon Musk geprägt war.
Analysten sagen, dass die Einführung von Teslas fortschrittlichem Fahrerassistenzsystem „Full Self-Driving“ (, FSD) die Nachfrage in Europa ankurbeln könnte, obwohl die Software bislang nur in einer Handvoll Ländern zugelassen ist. Eine EU-Abstimmung über eine breitere Einführung wird noch in diesem Jahr erwartet.
Mehrere Länder in ganz Europa werden voraussichtlich am Mittwoch ihre monatlichen und vierteljährlichen Absatzzahlen für Kraftfahrzeuge veröffentlichen.
Um den Absatz anzukurbeln, hat Tesla im vergangenen Jahr kostengünstigere Versionen seiner Modelle „Model 3“ und „Model Y“ auf den Markt gebracht