AfD-Co-Chefin Alice Weidel lehnt den Vorschlag des BSW ab, sich vor den Landtagswahlen zu Wahlkampfduellen mit BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht zu treffen. Zugleich sei man aber offen für Gespräche nach den Landtagswahlen, falls das BSW in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern den Einzug in die Landtage schaffen sollte, sagte ein Sprecher Weidels am Mittwoch auf Anfrage. Generell werde das Gesprächsangebot des BSW "grundsätzlich" begrüßt, weil man für Dialog und einen demokratischen Austausch stehe. Er betonte die Übereinstimmung der Positionen im Ukraine-Krieg. "Letztlich ist aber jede wahlwerbende Partei für ihren Wahlkampf selbst verantwortlich." Das BSW stehe vor der Herausforderung, erst einmal die Fünf-Prozent-Hürde bei den kommenden Landtagswahlen zu überspringen. "Sollte es das erreichen, ist die AfD selbstverständlich zu Gesprächen bereit."
Hintergrund ist ein Angebot zur punktuellen Zusammenarbeit vor und nach den Landtagswahlen, das die BSW-Parteichefs in einem Brief an Weidel trotz der Betonung inhaltlicher Differenzen gemacht hatten. Der AfD hatten sie angeboten, im Wahlkampf Weidel und Wagenknecht zweimal gemeinsam für öffentliche Diskussionen auftreten zu lassen.
Während die AfD derzeit in Umfragen bundesweit sowie in den beiden Bundesländern an der Spitze liegt, hatte das BSW 2025 den Einzug in den Bundestag verpasst. Die Partei steht bei den jüngsten Umfragen für Sachsen-Anhalt bei vier und in Mecklenburg-Vorpommern bei sechs Prozent. Sollte die Partei in die Landtage einziehen, könnten dies und die Öffnung für eine Kooperation mit der AfD die Mehrheitsbildung verändern. Die anderen Parteien lehnen eine Zusammenarbeit mit der AfD ab.