Der Dax XETR:DAX ist am Donnerstag kaum verändert in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex trat bei 25.033 Zählern auf der Stelle. "Zwischen Geldpolitik, Nahostrisiken und KI-Fantasien fehlt dem Dax weiterhin der entscheidende Impuls, um den Sommerblues abzuschütteln", sagte Timo Emden von Emden Research. Im Fokus stand der am Nachmittag erwartete US-Arbeitsmarktbericht. Dieser dürfte "zum Prüfstein für die Zinsperspektive werden und zeigen, wie robust die jüngst wieder aufgekommenen Erwartungen an eine straffere Geldpolitik sind", fügte Emden hinzu.
Der Jobaufbau auf dem US-Arbeitsmarkt dürfte sich im Juni spürbar abgeschwächt haben. Von Reuters befragte Experten erwarten ein Stellenplus von nur noch 110.000, nach 172.000 im Mai. Die US-Notenbank hat diese Kennzahl genau im Blick, da sie für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen soll. Angesichts des vom Iran-Krieg ausgelösten Inflationsschubs in den USA rechnen viele Anleger damit, dass die Fed die Zinsen unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh im Laufe des Jahres anheben wird.
Zu den größten Gewinnern im Dax zählte die Bayer XETR:BAYN-Aktie nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank mit einem Plus von 3,3 Prozent. Der Pharma- und Agrarkonzern teilte zudem mit, sein US-Geschäft mit dem weit verbreiteten und umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in einer eigenständigen Tochtergesellschaft bündeln zu wollen. Auf der Verliererseite standen Siemens Energy XETR:ENR mit einem Abschlag von 2,5 Prozent. Bei den Nebenwerten ging es für die Chipaktien nach einem Ausverkauf an der Wall Street und in Asien bergab. Die Papiere von Suss Microtec XETR:SMHN und Aixtron XETR:AIXA gaben 5,6 und 4,5 Prozent nach.