DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Rüstungskonzern Rheinmetall XETR:RHM bewertet derzeit die Auswirkungen der Stornierung des Programms für die Fregatte F126. Das erwartete Ziel von 20 Milliarden Euro Nomination werde nicht erreicht, teilte der Dax XETR:DAX-Konzern am Donnerstagabend in Düsseldorf mit. Trotz der starken Auftragsdynamik in allen anderen Segmenten werde das Gesamtvolumen der Nomination im zweiten Quartal ein niedriges zweistelliges Euro-Milliarden-Niveau erreichen. Das Trading Update für das zweite Quartal mit einem erwarteten Umsatzwachstum von über 60 Prozent werde unterdessen getroffen. Die Aktie gab auf Tradegate zum Xetra-Schluss um 2,7 Prozent nach.

Rheinmetall prüfe, ob das Programm weitere Auswirkungen auf die Gesamtjahresprognose habe. Näheres soll zur Veröffentlichung der Quartalszahlen am 6. August mitgeteilt werden. Sollten keine Abhilfemaßnahmen zur kurzfristigen Umsatzkompensation identifiziert werden können, könnten die Umsatzauswirkungen laut Rheinmetall im laufenden Jahr bis zu 300 Millionen Euro betragen. Der geplante Beitrag zur mittelfristigen Prognose für 2030 lag den Angaben zufolge unter drei Prozent. Rheinmetall setze alles daran, diesen Effekt durch weitere Auftragsabschlüsse in der Zukunft abzufedern./jha/he