TOP NEWS:
* EZB/ZINSEN - Der unerwartet schnelle Rückgang der Energiepreise nimmt Insidern zufolge der Europäischen Zentralbank (EZB) vorerst den Druck für eine Zinserhöhung im kommenden Monat. Eine kleinere Anhebung im weiteren Jahresverlauf bleibt jedoch wohl ein Thema, wie vier mit den Diskussionen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Die EZB hatte die Zinsen zuletzt angehoben, um die Auswirkungen des durch den Iran-Konflikt ausgelösten Ölpreisanstiegs einzudämmen. Nun debattieren die Währungshüter über die Dringlichkeit eines Folgeschritts. Den Insidern zufolge zeigten sich die Währungshüter überrascht, wie zügig sich Öl wieder verbilligt habe.
* DEUTSCHLAND/PREISE/VORLÄUFIG - Die Inflation in Deutschland dürfte sich im Juni auf erhöhtem Niveau stabilisieren. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten erwarten, dass sich die Teuerungsrate auf dem Vormonatswert von 2,60 Prozent einpendeln wird. Die EZB strebt für den gesamten Euroraum eine Rate von 2,0 Prozent an. Sie hat zuletzt die Zinszügel im Kampf gegen die im Zuge des Iran-Krieges stark gestiegene Inflation angezogen. Viele Experten erwarten, dass sie im Laufe des Jahres nachlegen wird.
* DEUTSCHLAND/ARBEITSMARKT - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) legt ihre monatliche Bilanz zum Arbeitsmarkt vor. Der Juni ist normalerweise ein Monat mit allenfalls noch leicht sinkender Arbeitslosigkeit. Da die nun auslaufende Frühjahrsbelebung ohnehin schwach war, schließen Experten aber auch einen geringen Anstieg nicht aus. Im Mai war die Arbeitslosenzahl erstmals seit Dezember wieder knapp unter die Marke von drei Millionen gefallen. Angesichts der jahrelangen Wirtschaftsschwäche und der demografischen Schrumpfung mit einem Rückgang des Arbeitskräfteangebots wird eine rasche Besserung allerdings nicht erwartet.
* BALTIKUM/VERTEIDIGUNG - Das Deutsch-Niederländische Korps übernimmt die Führungsrolle für Teile der Nato-Verteidigung an der Ostflanke. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius reist dafür nach Valga in Estland. Das Korps mit Sitz in Münster führt künftig die Nato-Truppen in Estland und Lettland und wird zum zweiten taktischen Hauptquartier für die Region neben dem Multinationalen Korps Nordost (MNC NE) mit Sitz im polnischen Stettin. Im Spannungsfall könnten dem Korps für multinationale Einsätze mehrere Zehntausend Soldaten unterstellt werden.
* DEUTSCHLAND/VERFASSUNGSSCHUTZ - Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen stellen den Bericht des Inlandsgeheimdienstes für 2025 vor. Sabotage, Spionage und Desinformation vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stellen weiter eine besondere Bedrohung dar. Aber auch Islamismus und Antisemitismus sind angesichts von Gaza-Krieg und Nahost-Konflikt eine Herausforderung für die Verfassungsschützer. Als größte Bedrohung gilt weiter der wachsende Rechtsextremismus in Deutschland.
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FIRMEN UND BRANCHEN:
SDAX:
* MUTARES XETR:MUX - Die Finanzaufsicht BaFin hat ihre Überprüfung des Jahresabschlusses 2023 des Münchener Finanzinvestors ohne Beanstandungen abgeschlossen. Mit Ausnahme eines fehlenden Vermerks zur Restlaufzeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen habe die Bafin keine Feststellungen, teilte Mutares mit. Die entsprechende Angabe sei in den veröffentlichten Jahresabschlüssen 2024 und 2025 bereits ergänzt worden, einschließlich einer retrospektiven Darstellung zum 31. Dezember 2023.
FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN:
* HANIEL - Die Familienholding der Industriellen-Dynastie Haniel will laut "Börsen-Zeitung" ihre Portfoliofirma Bauwatch im Wert von rund einer Milliarde Euro an Finanzinvestoren abgeben. Bieterfavoriten in der abschließenden Runde mit verbindlichen Offerten seien Carlyle und die Amsterdamer Infrastruktursparte DIF des britischen Finanzinvestors CVC, berichtet die Zeitung.
TERMINE:
08:00 - Sainsbury LSE:SBRY Q1 sales
10:00 - Kontron AG XETR:KTN Annual Shareholders Meeting
10:00 - Centrotherm FWB:CTNK Annual Shareholders Meeting
22:00 - Nike Inc NYSE:NKE Q4 2026 Earnings Release
Zusatzinfo unter Doppelklick auf
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BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN UND KONJUNKTUR:
* EZB/LAGARDE - Bei ihrer jüngsten Zinserhöhung hat die EZB laut ihrer Chefin Christine Lagarde von einer deutlich verbesserten Güte ihrer Prognosemodelle profitiert. "Die Prognosefehler während des Inflationsschubs im Jahr 2022 führten – neben anderen Verbesserungen – zu einer Umstellung auf detailliertere Prognosen für Öl, Gas und Strom", sagte sie zum Auftakt des EZB-Forums im portugiesischen Sintra. Seit Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten seien die Prognosefehler sehr gering. "Diese Prognosen vermitteln uns ein umfassenderes mittelfristiges Bild – nicht nur hinsichtlich der Inflationsaussichten, sondern auch im Hinblick darauf, wie die Inflation auf unsere geldpolitischen Maßnahmen reagieren wird", fügte die Französin hinzu.
* FED - Im Machtkampf mit der unabhängigen Notenbank hat US-Präsident Donald Trump vor dem Obersten Gerichtshof eine Niederlage kassiert. Die Richter haben den umstrittenen Vorstoß zur Entlassung von Notenbankdirektorin Lisa Cook am Montag gestoppt und damit die im August 2025 von Trump betriebene Abberufung blockiert. Sie hatten bereits in einer mündlichen Verhandlung im Januar Skepsis mit Blick auf das Vorgehen Trumps anklingen lassen.
* ÄGYPTEN/IWF - Ägypten kann auf weitere Finanzhilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von rund 1,6 Milliarden Dollar hoffen. Man habe sich auf Arbeitsebene auf die Überprüfung zweier Finanzvereinbarungen geeinigt, teilte der IWF mit. Die endgültige Auszahlung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des IWF-Exekutivdirektoriums. Dem Fonds zufolge sind die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten auf Ägypten dank entschlossener politischer Maßnahmen "relativ begrenzt" geblieben.
TERMINE:
03:30 - China (Mainland)-PMI Manuf
03:30 - China (Mainland)-Non-Mfg PMI
08:00 - United Kingdom-GDP Final
08:00 - Germany-Import Prices
08:00 - Germany-Retail Sales
08:45 - France-Inflation Prelim
09:55 - Germany-Unemployment
10:00 - Germany-BB State CPI
10:00 - Germany-BW State CPI
10:00 - Germany-BY State CPI
10:00 - Germany-HE State CPI
10:00 - Germany-NW State CPI
10:00 - Germany-SN State CPI
12:40 - Bank of England Deputy Governor Sarah Breeden speaks at ECB conference in Sintra, Portugal
13:30 - ECB’s Lane, OpenAI chief economist discuss AI
15:00 - ECB publishes weekly bond purchase and balance sheet data
16:00 - United States-Consumer confidence
16:40 - Fed’s Hammack appears on CNBC
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INDIKATOREN:
Local Time Country Indicator Period Poll Prior | 8:00:00 DE Import prices m/m May 0.4 1.2 | 8:00:00 DE Import prices y/y May 6.5 5.3 | 8:00:00 DE Retail Sales m/m May 0 -0.3 | 8:00:00 DE Retail Sales y/y May -0.5 -0.3 | 8:00:00 GB GDP q/q, final Q1 0.6 0.6 | 8:00:00 GB GDP y/y, final Q1 1.1 1.1 | 9:00:00 CH KOF Indicator Jun 99.1 98.0 | 9:55:00 DE Unemployment Rate Jun 6.3 6.3 | 14:00:00 DE CPI m/m, prelimenary Jun 0 -0.2 | 14:00:00 DE CPI y/y, prelimenary Jun 2.6 2.6 | 15:45:00 US Chicago Business Barometer (PMI) Jun 58.1 62.7 | 16:00:00 US Consumer Confidence Jun 94.7 93.1 |
Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.
Zusatzinfo unter: (ECON)
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BLICKPUNKT POLITIK:
* DEUTSCHLAND/STEUERREFORM - Kurz vor dem schwarz-roten Koalitionsausschuss schlägt einer der wichtigen CDU-Landesvorsitzenden eine Verschiebung der geplanten Steuerreform vor. "Ich glaube, dass wir eine Steuerreform brauchen, aber die kann man auch noch im nächsten Jahr machen", sagte Sebastian Lechner gegenüber "Table". Der CDU-Politiker schlug vor, lieber die Sozialabgaben zu senken. Er plädierte dafür, dass bei der Krankenkassenreform die versicherungsfremden Leistungen wie die Grundsicherungsempfänger künftig vom Bund übernommen werden sollen.
* DEUTSCHLAND/SCHIEßEREI- Bei einer Schießerei in einer Schutzeinrichtung für Mütter und Kinder im niedersächsischen Stade sind am Montag sechs Menschen getötet worden. Als mutmaßlicher Täter gilt ein 45-jähriger Mann, der festgenommen wurde, wie die Behörden mitteilten. Hintergrund der Tat ist den Angaben zufolge offenbar ein Sorgerechtsstreit. Der Mann soll am Montagmittag in der nahe Hamburg gelegenen Einrichtung das Feuer eröffnet haben, nachdem er dort zuvor einen Termin hatte.
* GROSSBRITANNIEN/ASYL - Asylbewerber in Großbritannien sollen künftig die Kosten für ihre Unterbringung und Versorgung zurückzahlen, bevor sie eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragen können. Dabei geht es um eine Summe von rund 10.000 Pfund, wie die Regierung mitteilte. Mit dem Vorschlag soll die illegale Einwanderung eingedämmt werden. Den Plänen zufolge sollen nur Erwachsene zur Kasse gebeten werden, die sich die Zahlung leisten können. Die Regelung soll nicht rückwirkend gelten, Kinder wären ausgenommen.
* DR KONGO/EBOLA - In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle auf 1307 gestiegen. Darunter seien 377 Todesfälle, teilte die Regierung am späten Montagabend mit. Die Fälle seien in den drei östlichen Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu aufgetreten.
TERMINE:
09:00 - NATO event in Estonia starts
10:00 - Annual domestic intelligence report with German Interior Minister Alexander Dobrindt and BfV president Sinan Selen
11:00 - Digital Minister Karsten Wildberger keynote at Gitex tech expo in Berlin
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SNAPSHOT MÄRKTE:
* WALL STREET - Nach gegenseitigen Attacken der USA und des Iran am Wochenende hat die Aussicht auf beiderseitige Gespräche an der Wall Street für Auftrieb gesorgt. Börsianer setzten darauf, dass ein Anfang des Monats unterzeichnetes vorläufiges Friedensabkommen doch Bestand haben könnte.
* ASIEN - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag zum Ende eines Rekordquartals uneinheitlich tendiert.
DEVISEN
Währungen Kurse um 07:00 Uhr Veränderung in Prozent | Euro/Dollar FX:EURUSD 1,1388 -0,3% | Pfund/Dollar FX:GBPUSD 1,3227 -0,2% | Dollar/Franken FX_IDC:USDCHF 0,8093 +0,2% | Euro/Franken 0,9220 -0,0% | Dollar/Yen FX_IDC:USDJPY 162,18 +0,2% | Bitcoin/Dollar BITSTAMP:BTCUSD 59.409,67 -1,3% | Ethereum/Dollar BITSTAMP:ETHUSD 1.585,98 -1,9% | Kurs um 07:00 Uhr EZB-Fixing am 29.06.2026 | Euro/Pfund FX:EURGBP 0,8608 0,8622 |
Zusatzinfo zum Devisenmarkt unter:
US-AKTIEN
Schlusskurse der US-Indizesam Montag Stand Veränderung in Prozent | Dow Jones DJ:DJI 52.182,74 +0,6% | Nasdaq TVC:IXIC 25.820,14 +2,1% | S&P 500 CBOE:SPX 7.440,43 +1,2% |
Zusatzinfo zum US-Aktienmarkt unter:
ASIATISCHE AKTIEN
Asiatische Aktienindizes am Dienstag Kurse um 07:00 Uhr Veränderung in Prozent | Nikkei TVC:NI225 70.548,09 +1,6% | Topix TSE:TOPIX 4.012,52 +0,8% | Shanghai SSE:000001 4.082,13 +0,2% | CSI300 SZSE:399300 4.983,85 +1,2% | Hang Seng HSI:HSI 22.767,65 -1,1% | Kospi KRX:KOSPI 8.627,57 +2,8% |
Zusatzinfo zu den asiatischen Aktienmärkten unter:
EUROPÄISCHE AKTIEN
Schlusskurse europäischer Aktien-Indizes und -Futures am Montag Stand | Dax XETR:DAX 24.626,89 | EuroStoxx50 VELOCITY:STOXX50 6.231,63 | SMI SIX:SMI 14.223,90 | ---------- | Indikationen Stand | Dax bei Lang & Schwarz (DAX=LUSG) 24.734,00 | Late/Early-Dax (.GDAXIL) 24.724,75 | SMI-Future (FSMIc1) 14.215,00 |
Zusatzinfo zum Aktienmarkt unter:
ANLEIHEN
Anleihe-Futures Stand | Bund-Future (FGBLc1) 127,44 | T-Bond-Future (USc1) 114,22 | Gilt-Future (FLGc1) 89,66 | ---------- | Anleihe-Renditen Stand Schluss-Rendite am am 29.06.2026 | 10-jährige Bundesanleihe (DE10YT=RR) 2,861% 2,860% | 30-jährige Bundesanleihe (DE30YT=RR) 3,428% 3,418% | 10-jährige US-Anleihe TVC:US10Y 4,371% 4,374% | 30-jährige US-Anleihe (US30YT=RR) 4,859% 4,860% | 10-jährige brit. Anleihe (GB10YT=RR) 4,726% 4,722% | 30-jährige brit. Anleihe (GB30YT=RR) 5,435% 5,428% |
Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: [DBT GVD]
ROHSTOFFE
Energie und Metalle Preise um 07:00 Uhr Veränderung in Prozent | Brent-Öl ICEEUR:BRN1! ($/Barrel) 72,41 -1,0% | WTI-Öl NYMEX:CL1! ($/Barrel) 70,21 -0,8% | US-Erdgas ($/MMBTU) 3,1710 -0,3% | Gold TVC:GOLD ($/Feinunze) 3.985,39 -0,8% | Kupfer LME:CA1! ($/Tonne) 13.341,50 +0,5% |
Zusatzinfo zu den Rohstoffmärkten unter:
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(Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen in Frankfurt, Berlin und Danzig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)