Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran und anhaltende Zinssorgen belasten die Wall Street. Der Dow-Jones-Index DJ:DJI der Standardwerte notierte zur Eröffnung am Mittwoch leicht tiefer bei 52.252 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 CBOE:SPX verlor knapp ein halbes Prozent auf 7469 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq TVC:IXIC büßte gut ein halbes Prozent auf 26.029 Stellen ein.

Der Iran erklärte am Dienstag, es werde zunächst kein Treffen mit US-Gesandten geben. In Katars Hauptstadt Doha finden indirekte technische Gespräche zwischen den USA und dem Iran statt. Wie eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sagte, vermitteln Katar und Pakistan in den Verhandlungen. US-Präsident Donald Trump äußerte sich optimistisch über den Verlauf. Experten zeigten sich jedoch skeptisch. "Von großer Euphorie am Markt kann derzeit keine Rede sein", sagte Benjamin Jones, Chefanalyst bei Invesco. "Die Anleger sind zwar grundsätzlich positiv gestimmt, bleiben aber vorsichtig."

Zudem blicken die Investoren weiter sorgenvoll auf die US-Notenbank Fed. Sie befürchten, dass die Währungshüter die Zinsen zur Inflationsbekämpfung weiter anheben könnten. Daten vom Dienstag hatten auf einen robusten Arbeitsmarkt hingedeutet, was der Fed mehr Spielraum für eine straffe Geldpolitik gibt. Im Fokus steht zudem eine Rede des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh im Laufe des Tages.

Bei den Unternehmen hat die Bildagentur Getty Images NYSE:GETY die geplante Fusion mit dem Rivalen Shutterstock NYSE:SSTK abgesagt. Die Shutterstock-Aktie brach nach der Ankündigung um fast 30 Prozent ein, während Getty um knapp sechs Prozent abrutschte. Grund seien die Auflagen der britischen Wettbewerbsbehörde CMA, teilte Getty mit.

Nike NYSE:NKE konnte hingegen keine klare Richtung finden. Die Titel des Sportartikelherstellers gaben nach der Vorstellung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 um 2,3 Prozent nach, bevor sie ins Plus drehten und um rund ein Prozent vorrückten. Der Konzern kann die Früchte der neuen Strategie von Vorstandschef Elliott Hill noch nicht ernten. Vor allem in China steht Nike anders als der Erzrivale Adidas XETR:ADS weiterhin unter Druck.