Die Hoffnung auf eine Zinspause der US-Notenbank Fed nach dem Arbeitsmarktbericht für Juni gibt der Wall Street Auftrieb. Der Dow-Jones-Index DJ:DJI der Standardwerte notierte zur Eröffnung am Donnerstag fast ein Prozent höher bei 52.956 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 CBOE:SPX und der Index der Technologiebörse Nasdaq TVC:IXIC rückten um jeweils gut ein halbes Prozent auf 7533 und 26.202 Zähler vor.
Unter dem Strich wurden laut der US-Regierung im Juni nur 57.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Anstieg um 110.000 erwartet. "Wir halten es nach wie vor für möglich, dass die Fed für den Rest des Jahres die Zinsen unverändert lässt", sagte Goldman-Sachs-Experte Kay Haigh. Die US-Notenbank, die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins zuletzt in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent konstant gehalten.
Sollten die Verbraucherpreise jedoch weiter überraschend stark steigen, könnte dies die Währungshüter laut Experten dennoch zu einer Zinserhöhung bewegen. Daher dürften die Marktteilnehmer dem am 14. Juli anstehenden Inflationsbericht für Juni besonders viel Gewicht beimessen, sagte Julien Lafargue, Chefstratege bei der Barclays Private Bank.
Unter den Einzelwerten gab die Aktie des Technologie-Investors Bending Spoons (BSP.O) einen Tag nach ihrem starken Börsendebüt um gut sechs Prozent nach. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, schwächelnde Technologiefirmen wie den Videodienst Vimeo oder die Internet-Marke AOL zu übernehmen und zu sanieren. Der Ausgabepreis der Aktie lag bei 29 Dollar, der erste Handelstag am Mittwoch wurde bei 40,50 Dollar beendet.