Die Aussicht auf einen milliardenschweren Auftrag der Berliner S-Bahn treibt die Aktien von Stadler Rail SIX:SRAIL an. Die Papiere legen zeitweise um gut zwei Prozent zu. JP Morgan-Analyst Akash Gupta verwies auf Medienberichte, denen zufolge der französische Konkurrent Alstom EURONEXT:ALO auf weitere rechtliche Schritte gegen die Vergabe des lange verzögerten Auftrags verzichtet. Damit könne das Land Berlin 1400 neue Züge bei einem Konsortium aus Siemens XETR:SIE, dem Schweizer Zugbauer Stadler und der Deutschen Bahn bestellen.
"Wir begrüßen die Entscheidung", teilt Stadler mit. Das Unternehmen werde im Rahmen des Projekts 350 vierteilige S-Bahn-Züge liefern. Zudem übernehme Stadler für 30 Jahre die Instandhaltung und für zehn Jahre den Betrieb auf den Teilnetzen Nord-Süd und Stadtbahn. Das grüne Licht für den S-Bahn-Vertrag sei der nächste Schritt, um das Berliner Werk nach mehreren schwierigen Jahren wieder auf Kurs zu bringen, erklärt ZKB-Analyst Tobias Klöpper. Siemens-Aktien steigen in der Spitze knapp ein Prozent. Die Papiere von Alstom geben dagegen in Paris zeitweise fast zwei Prozent nach. Eine Stellungnahme von Alstom lag zunächst nicht vor.