Die aktuelle Schwäche der US-Währung hilft der japanischen Landeswährung auf die Sprünge. Der Dollar verlor am Freitag in der Spitze 0,3 Prozent auf 160,54 Yen. Die japanische Landeswährung erholte sich damit weiter von ihrem Anfang der Woche markierten 40-Jahres-Tief. Seit Dienstag legte sie mehr als ein Prozent zu. Gleichwohl blieben die Anleger wegen einer möglichen Yen-Intervention am Devisenmarkt in Alarmbereitschaft. Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte am Freitag, Tokio stehe in regelmäßigem Kontakt mit Washington bezüglich Devisenfragen und sei weiterhin bereit, den Yen zu stützen.

"Man muss das im Auge behalten", sagte Karl Steiner, Analysechef bei der SEB. Japan tendiere dazu, Interventionen zu vollziehen, wenn die Liquidität eher geringer sei. Am Freitag blieben die US-Märkte wegen der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli geschlossen.

Die anhaltende Schwäche der japanischen Landeswährung bereitet den politischen Entscheidungsträgern zunehmend Kopfzerbrechen, da sie die Kosten für importierte Rohstoffe in die Höhe treibt und die Belastung für Haushalte und Unternehmen verschärft, die ohnehin schon mit höheren Energiepreisen aufgrund des Iran-Krieges zu kämpfen haben.