Opel MIL:STLAM-Chef Florian Hüttl schwört sein Unternehmen auf einen anhaltenden Sparkurs ein. "Wir dürfen nicht aufhören, unsere Produktionskosten zu reduzieren und zu automatisieren, um wettbewerbsfähig sein zu können im Vergleich zu anderen Produktionsstandorten", sagte Hüttl der Nachrichtenagentur Reuters. Die Stärken Deutschlands seien die hohe Qualität und die Produktion im Herzen des Heimatmarktes. Allerdings seien die Energie- und Lohnkosten hoch, dazu kämen überdurchschnittlich hohe Kosten für Verwaltung und Bürokratie.

Der Opel-Mutterkonzern Stellantis hatte im Mai Investitionen in Höhe von 60 Milliarden Euro angekündigt, die vor allem den Kernmarken Jeep, Ram, Peugeot und Fiat zugute kommen sollen. Opel bleibt in dem Mehrmarkenkonzern als regionale Marke erhalten. Gemeinsam mit dem chinesischen Autobauer Leapmotor HKEX:9863 entwickeln die Rüsselsheimer ein elektrisches SUV, das im spanischen Saragossa gebaut werden soll. In Rüsselsheim soll dafür auch künftig der Astra vom Band laufen. Hüttl sagte, er setze große Hoffnungen auf die Zusammenarbeit mit Leapmotor. Eine Entwicklungszeit von zwei Jahren wäre ein wichtiger Schritt nach vorne.