British American Tobacco (BAT) LSE:BATS will mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) ein Fünftel seiner Stellen abbauen. Etwa 5500 Jobs fielen komplett weg, kündigte der Anbieter von "Lucky Strike"- und "Camel"-Zigaretten am Montag an. Weitere 3500 Arbeitsplätze würden an Dienstleister wie Accenture NYSE:ACN ausgelagert. Der Tabakkonzern verspricht sich davon zusätzliche jährliche Einsparungen von umgerechnet 695 Millionen Euro bis 2028.
Betroffen sind den Angaben zufolge ausschließlich Beschäftigte außerhalb des weltweit wichtigsten Marktes für BAT, den USA. Zunächst blieb unklar, wie viele der deutschen Mitarbeiter um ihre Jobs bangen müssen. Das Unternehmen führt sein Deutschland-Geschäft von Hamburg aus. Zudem betreibt es in Bamberg ein Werk für Stopf- und Drehtabak.
BAT habe im Februar zwar angekündigt, dass das geplante Sparprogramm zu einem Stellenabbau führen könnte, schrieb Analyst Pallav Mittal von der Barclays Bank. Der Umfang der Streichungen habe Anleger jedoch überrascht. BAT-Aktien fielen in London zeitweise um knapp zwei Prozent. Die Papiere haben sich in den vergangenen Jahren im Vergleich zu den meisten Wettbewerbern unterdurchschnittlich entwickelt. Der Absatz von Zigaretten - der klassischen Gewinnstütze - geht weltweit zurück. Das BAT-Geschäft mit Ersatzprodukten wie E-Zigaretten oder Nikotinbeuteln bleibt hinter der Konkurrenz zurück.